Wie jeden Dienstag um 19 Uhr fand gestern wieder eine Übung der Feuerwehr Schönenberg-Kübelberg statt. An den meisten Übungen werden oft Brandschutz und Technische Hilfefertigkeiten geübt, an diesem Dienstag dachte sich Übungsleiter Sascha Decker ein etwas anderes Übungsszenario aus.

Annahme war ein Verkehrsunfall eines Gefahrguttransporters im Steegwoger Weg in Kübelberg. Beim Eintreffen an der Übungsstelle wurde zunächst Sicherheitsabstand zu dem verunglückten Fahrzeug gehalten. Ein Trupp unter Atemschutz ging zu dem Fahrzeug mit dem Auftrag Menschenrettung vor. Die beiden Insassen des Fahrzeugs wurden gerettet und danach wurde das Fahrzeug weiter untersucht. Der Trupp stellte bei seiner Erkundung anhand der Gefahrensymbole fest, dass das Fahrzeug mit einem ätzend wirkendem Gefahrgut beladen war. Auf der Ladefläche waren mehrere Kisten dieses Gefahrstoffes gelagert und durch die Wucht des Unfalls war eine Kiste aufgerissen, sodass eine kleine Menge des pulvrigen Stoffes ausgetreten war. Nach Rückmeldung dieser Informationen, sowie Durchgabe der Stoffnummer und Frachtpapiere wurde der Gefahrstoff ermittelt. In einem Ernstfall würde an dieser Stelle der Gefahrstoffzug des Landkreises Kusel alarmiert werden.

Mit Hilfe von Sicherheitsdatenblatt und Gefahrstoffdatenbank leitete die Feuerwehr dann Erstmaßnahmen ein um das weitere Austreten des Stoffes zu verhindern. Mit einem Behälter und später einer Plane wurde der Stoff abgedeckt. Zusätzlich wurde an der Absperrgrenze eine Trockendekontaminationsstelle eingerichtet. Alle Personen, die sich im Gefahrenbereich befanden mussten durch diese "Schleuse" gehen um danach wieder in den ungefährdeten Bereich zu gelangen.

Eine Szenario wie dieses ist zwar selten, kann aber immer mal wieder vorkommen. Daher ist es wichtig, dass auch solche Szenarien regelmäßig geübt werden.

Bemerkung: das komplette Szenario war nur gestellt, es wurden keine echten Gefhatstoffe verwendet

  

 

Am vergangenen Samstag wurde die Mühe belohnt, der sich 22 Feuerwehrangehörige aus den Verbandsgemeinden Schönenberg-Kübelberg, Glan-Münchweiler und Waldmohr unterzogen hatten.

Es war der Abschluss des Feuerwehr-Grundlehrganges. 54 Stunden wurde die Feuerwehr-Grundausbildung in Theorie und Praxis gelehrt und auch gelernt. Weiterhin wurde ein Erste-Hilfe-Kurs mit insgesamt 16 Unterrichtsstunden absolviert. Das Ergebnis des Lernerfolges konnte sich nach einer schriftlichen und praktischen Prüfung sehen lassen. Sämtliche Teilnehmer haben von Beginn bis Ende des Lehrganges durchgehalten und die Prüfung bestanden.

Der Lehrgang wurde von Stefan Kuntz geleitet.

Bei der Abschlussprüfung war auch die Wehrleitung von Schönenberg-Kübelberg, Glan-Münchweiler und Waldmohr dabei. Bürgermeister Karl-Heinz Schoon bedankte sich bei den Teilnehmern für ihr Engagement. Er bezeichnete es als einen tollen Einsatz, wenn sich junge Menschen für die Allgemeinheit am Wochenende zu einem Lehrgang an den Tisch setzen.

Kreisfeuerwehrinspekteur Lothar Schwarz sowie die Wehrleitungen der drei beteiligten Verbandsgemeinden bedankten sich und zeigten sich sehr erfreut, dass alle durchgehalten haben.

Das erworbene Wissen ist nun in der Praxis zu vertiefen.

Folgende Feuerwehrangehörige nahmen an diesem Lehrgang teil:

Aus der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg: 

Burkhardt

Marco

Braun

Michel

Moldenhauer

Tim

Geis

Yannik

Ludwig

Jan

Steigner

Tobias

Müller

Philipp

Guth

Andre

Fetzer

Julian

Splett

Felix

Aus der Verbandsgemeinde Waldmohr:

Schwarz

Tobias

Schiedek

Julia

Aus der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler:

Sommer

Patrizia

Rupp

Mike

Dörr

Jana

Huber

Marcel

Radmacher

Marc

Becker

Ute

Mutter

Johannes

Hofstadt

Sascha

Semek

Michael

Bettinger

Nico

Feuerwehr-Führungskräfte bilden sich weiter

- Gemeinsames Seminar auf Verbandsgemeindeebene -

 

Schönenberg-Kübelberg. Ein erfolgreicher Einsatz steht und fällt mit den verfügbaren Einsatzkräften und den eingeleiteten Maßnahmen der verantwortlichen Führungskräfte. 

Um dieser hoch anspruchsvollen Aufgabe gerecht zu werden, ist ständige Weiterbildung notwendig. Das hat die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg erkannt und am vergangenen Samstag ein gemeinsames Seminar mit der gesamten Führungsmannschaft durchgeführt.

Unser Bild zeigt die 21 anwesenden Führungskräfte in den Funktionen Wehrleiter, Wehrführer, Stellvertreter, Zugführer, Gruppenführer und Führungsstaffel, die sich an diesem Tag zu insgesamt

fünf verschiedenen Themengebieten informierten. Dazu gehörten die Belüftungtechniken zur Entfernung von Rauch- und Heißgasen im Einsatzfall. Es gab einen aktuellen Sachstand zum Digitalfunk, Informationen zur Atemschutzüberwachung, Neuigkeiten aus dem Feuerwehrwesen und zum Schluss das Thema Führung und Leitung im Einsatz.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden jeder Wehr – vor dem Einbau der Funkgeräte in die Fahrzeuge- schon vorab Ihre neuen tragbaren Digitalfunkgeräte sowie neue Atemschutzüberwachungstafeln übergeben. Damit ist es ab sofort für alle sieben Feuerwehreinheiten möglich, im Übungsbetrieb schon mit der neusten Technik digital zu kommunizieren. Mit der gemeinsamen Schulung und den ausgegebenen Gerätschaften, können die sieben Feuerwehreinheiten zukünftig noch erfolgreicher zusammenarbeiten.

Zum Abschluss bedankte sich die Wehrleitung für die gute Beteiligung an dieser ersten Veranstaltung. Eine gemeinsame Weiterbildung ist unverzichtbar und wird zukünftig jährlich stattfinden um den Führungskräften aktuelle Themen und notwendige Informationen zu vermitteln.

Ein besonderer Dank geht an die Referenten der einzelnen Vorträge, Martin Keiper, Jens Danner, Thorsten Müller und Mario Leibrecht sowie an Stefan Kuntz für die Vorbereitung des gemeinsamen Mittagsessen.

 

Einmal im Jahr üben die beiden Stützpunktfeuerwehren der Verbandsgemeinden Waldmohr und Schönenberg-Kübelberg ein Szenario das über den “normalen” Einsatz hinausgeht. Hierbei wechseln sich die Wehren mit dem Austragungsort ab. So geschehen am 21.05.2013 in Waldmohr. Der Übungsalarm wurde durch die Integrierte Leitstelle in Kaiserslautern gemäß dem Stichwort “VU 4 Bahn- / Massenunfall” ausgelöst. Was war passiert? Ein mit 8 Personen besetzter Kleinbus war in den Gegenverkehr gekommen und dort frontal mit einem entgegenkommenden PKW, besetzt mit 2 Personen, zusammen gestoßen. In beiden Kraftfahrzeugen wurden alle Insassen verletzt, teilweise eingeklemmt. Während der Einsatzleiter die Einsatzstelle sichtete, war die bei diesem Stichwort mitalarmierte Feuerwehr Schönenberg-Kübelberg bereits auf der Anfahrt und wurde bedingt durch die engen Straßenverhältnisse direkt über die K 1 und von Osten an die Einsatzstelle geführt.

Die Feuerwehr Waldmohr nahm unter anderem mit den First Respondern und ausgebildeten Ersthelfern eine Erstversorgung der Verletzten vor, während Kameraden die Fahrzeuge stabilisierten und eine technische Rettung vorbereiteten. Nach Eintreffen der Kräfte aus Schönenberg-Kübelberg wurden diese in die Lage eingewiesen, Aufgaben und Zuständigkeiten verteilt.

Die Feuerwehren brachten gemeinsam u. a. nachfolgendes modernes technisches Gerät zum Einsatz: 2 Rettungsscheren, 2 Rettungspreizer, 1 Rettungsbühne (LKW), Stabilisierungssysteme (Stab-Fast) sowie Unterbausysteme der Verschiedenen Art.

Der Einsatzleiter entschied sich u. a. für die Bildung eines Einsatzabschnittes (EA) Gesundheit deren Abschnittleiter die Dringlichkeit der Rettung festlegte und für die Bildung eines Verletztensammelplatzes verantwortlich war. Sinnvoll wäre an dieser Stelle die Einbindung der LNA / OrgL / SEG Einheiten des Landkreises Kusel.

Die Wehrleiter wie Wehrführer der beiden beteiligten Feuerwehren waren sich einig darüber, dass solche Übungen sinnvoll, angebracht und unbedingt weiter erforderlich sind. Nur so können sich die Einsatzkräfte untereinander kennenlernen und im Einsatz gemeinsam effektive Hilfe leisten. Abschließend fanden sich alle Kräfte zu einem Umtrunk mit Imbiss zur “kleinen” Manöverkritik im Feuerwehrhaus Waldmohr ein.

 

(Quelle: Ausschnitt Bericht und Bilder -  Freiwillige Feuerwehr Waldmohr)

Feuerwehr rüstet sich für den Ernstfall

 Seminar Technische Hilfe der Verbandsgemeinde-Feuerwehr

 

Eine zunehmende Anzahl von Einsätzen im Bereich der Technischen Hilfe erfordert eine stetige Weiterbildung der Einsatzkräfte unserer Freiwilligen Feuerwehr (FF). Dieser Zustand wurde von den Verantwortlichen erkannt und ein intensives Übungsseminar rund um das Feuerwehrhaus in Schönenberg-Kübelberg vorbereitet.

An einem Samstag trafen rund 35 Teilnehmer aus den sieben Einheiten der Verbandsgemeinde-Feuerwehr zusammen, um sich in diesem Thema weiterzubilden. Das Ausbilderteam, bestehend aus Michael Geyer, Mario Leibrecht und Markus Jung startete mit einer theoretischen Einführung. Parallel dazu wurden praxisnahe Einsatzübungen auf dem Außengelände vorbereitet. Im Einzelnen wurden vier unterschiedliche Einsatzszenarien abgearbeitet. Unter Vornahme von hydraulischen Rettungsgeräten und weiteren technischen Hilfsmitteln übte die Feuerwehr die Personenrettung bei Unfällen mit PKW gegen Baum, auf der Seite und auf dem Dach.

In der heutigen Zeit ist es enorm wichtig, dass alle Feuerwehren zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen. Um die Kameradschaft der sieben beteiligten Einheiten zu stärken, organisierte Stefan Kuntz mit seinem Küchenteam ein gemeinsames Frühstück sowie das Mittagessen. Die Kosten für die Verpflegung wurden vom Förderverein der FF Schönenberg-Kübelberg übernommen.

In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei allen bedanken, die zum guten Gelingen des Seminars beitragen haben. Ein besonderer Dank geht dabei an das Ausbilderteam um Michael Geyer, an die Firma Closter für die Bereitstellung der Übungsfahrzeuge, an die FF Bruchmühlbach-Miesau, die einen weiteren Rüstwagen zur Verfügung stellte, sowie an Ronny Thimmig aus Dittweiler, der den PKW-Transport mit seinem Autotrailer ermöglichte.